Windkraft in Wald

by Martin on 31. Mai 2010

windpark (c) seehaver/pixelio

windpark (c) seehaver/pixelio

Wie ich soeben bei einem Streifzug durch das Web entdeckte, scheint angedacht zu sein, die Waldflächen von Wünsdorf (Schöneiche und Kallinchen) für die Erzeugung von Windenergie zu nutzen. Zumindest wurde wohl auf der letzten Ortsbeiratssitzung von Kallinchen ein entsprechendes Projekt skizziert und vorgestellt.

Barbara Kaulen berichtet mit “ein windiges Vorhaben” auf der Website von Plan B über die Sitzung des Ortsbeirates Kallinchen am 20. Mai und das vorgestellte Vorhaben, das mit dem Punkt “Vorstellung eines potenziellen Windparkvorhabens auf den Forstflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wünsdorf” auf der Einladung angekündigt worden war.

Im Wald zwischen Zossen, Schöneiche, Kallinchen, Töpchin und Wünsdorf sollen bis zu 34 Windkraftanlagen (WKA) des Typus E-101 mit einer Gesamthöhe von 185 m aufgestellt werden. [..] Das Naturschutzgebiet Jägersberg-Schirknitzberg als westliche Begrenzung des prospektierten Geländes sei natürlich von der Beplanung ausgenommen. Bei einer Vorbesichtigung habe man artenarme Kiefernforstflächen, keine schutzwürdigen Fledermausvorkommen sowie keine empfindlichen Vogelvorkommen feststellen können. {Zitat aus o.g. Bericht}

Abschließend kündigt Kaulen noch an, dass in den nächsten Sitzungen der Ortsbeiräte von Schöneiche und Wünsdorf ebenfalls das Projekt erläutert werden soll. Wir können uns nur ihrem Aufruf anschließen, dass alle interessierten und vermeintlich betroffenen Bürger diese Gelegenheit ergreifen sollten, um Fragen zu klären und Bedenken zu äußern. Deren Termine kann ich aber auch auf der Website der Stadt Zossen bisher noch nicht finden.

Bild-Quelle: pixelio/ seehaver

8 Responses to “Windkraft in Wald”

  • Detlef Vohsbeck sagt:

    Ebenfalls ein interessantes Argument in der Diskussion zur “Windkraft in Wald” gibt dieser Artikel wieder.

  • Martin sagt:

    Ja, vielen Dank.
    Besonders beeindruckend sind die fundierten, wissenschaftlichen Aussagen hierzu. *ironieaus*
    Aber das wundert mich bei dem Blatt nicht sonderlich.

    By the way: Die Ortsbeiratssitzung des Ortsteils Wünsdorf zu dem Thema findet am 17.06.2010 statt, wie auf dem Nachrichtenbrett in Wünsdorf zu erfahren ist.

  • Detlef Vohsbeck sagt:

    Um dem gehobenen Anspruch versuchsweise gerecht zu werden, findet der interessierte Leser auch wissenschaftliche Aussagen im Internet, z.B. hier
    und hier

  • Martin sagt:

    Vielen Dank auch für diesen Hinweis. Einer der Artikel macht dann auch die passende Aussage

    [..].Windräder gehören nicht in Wälder[..] , da sie dort besonders stark Vögel und Fledermäuse gefährden[..]

    Mich würde ja mal interessieren, ob unsere “mager bezahlten Wissenschaftler” seit diesen Erkenntnissen aus 2007 an einer effektiven Methode zur Vermeidung dieser Kollisionen gearbeitet haben. Insbesondere Fledermäuse müssten sich ja eigentlich durch Ultraschall-Signalgeber an den Rotoren/Anlagen zum Umfliegen veranlassen lassen. Ich bin mir sicher – auch wenn ich kein Ornithologe oder Biologe bin – dass sich auch für Vögel eine Lösung finden lässt.

  • Detlef Vohsbeck sagt:

    Tja, einfach mal ein persönliches Gespräch mit den Wissenschaftlern suchen und dann kann ja alles gemütlich ausdiskutiert werden.
    Viel interessanter finde ich die Frage, ob die Investoren denn solche Studien vorher in Auftrag geben und sich über die Konsequenzen der Einschnitte in die Umwelt Gedanken machen. Das technisch einiges möglich ist, wage ich nicht zu bestreiten. Aber das Interesse, diese Möglichkeiten auszunutzen, scheitert doch häufig an den damit verbundenen Kosten und der Gier nach höchstmöglichen Ertrag für einige Wenige.

  • Martin sagt:

    Ich würde mir wünschen, dass sich auch unsere Politiker (Bund & Land) stärker für die Erforschung von Technologien einsetzen würden, die “negative Begleiterscheinungen” von regenerativen bzw. alternativen Energien verhindern bzw. lindern sollen, statt noch mehr Steuergeld für unsinnige Projekte im Rahmen der fossilen Brennstoffe zu investieren. Dass die entsprechenden Unternehmen gleichzeitig dazu “verdonnert” werden sollten, entsprechende Forschungen zu unternehmen und diese Technologien dann auch einzusetzen sollte natürlich ebenso realisiert werden.

    Werden Sie diese Frage am Donnerstag stellen, bzw. haben Sie diese schon vorher gestellt? Die Antwort würde mich interessieren.

  • Detlef Vohsbeck sagt:

    “Werden Sie diese Frage am Donnerstag stellen, bzw. haben Sie diese schon vorher gestellt? Die Antwort würde mich interessieren.”

    Wenn Sie mit Donnerstag die Ortsbeiratssitzung meinen, so muss ich passen. Auch an der vorherigen Ortsbeiratssitzung zu diesem Thema habe ich nicht teilgenommen. Ich gehöre nicht zu den in Zossen politisch Aktiven und kann es zeitlich auch nicht arrangieren, als interessierter Zossener Bürger an sämtlichen Sitzungsterminen in der Großgemeinde Zossen teilzunehmen. Das Problem kennen Sie sicherlich. – Trotzdem nutze ich gerne die Gelegenheiten, an den verschiedensten Sitzungen teilzunehmen. Immerhin stellen sie eine Möglichkeit der Informationsbeschaffung dar, auch wenn dieser Zweck nicht immer erfüllt wird und wenn es effektivere Möglichkeiten der (nicht nur einseitigen) Informationsgewinnung geben müsste.

Trackbacks & Pings

  • Alternative Energien für Zossen | Martin's Bloggerei says:

    [...] Zossens Natur zu nutzen, um hier auf alternativen Wegen Energie zu gewinnen. Aktuell steht ja ein Windparkvorhaben auf den Forstflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wünsdorf zur Diskussion. Ich persönlich habe erst vor wenigen Tagen selbst darüber nachgedacht, ob es [...]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>