Schon die Vorbereitungen zum Deutschen Wandertag 2012 entfachen neue Energien für die Entwicklung des Tourismus in der Stadt Zossen – so das Fazit der Beratungen des Ausschusses KTL und der AG Wandertag 2012 am 02.03.2010 im Zossener Rathaus. Der Märkische Wanderbund bereitet derzeit gemeinsam mit dem Tourismusverband Fläming den 112. Deutsche Wandertag 2012 in der Reiseregion Fläming vor. Der Wandertag wird vom 20. bis zum 25. Juni 2012 stattfinden. Hauptveranstaltungsort wird Belzig sein. Daneben wird es ein ausgedehntes dezentrales Wandertagsangebot geben, dass die gesamte Reiseregion Fläming und somit auch den Bereich Zossen einbezieht.
In der Region Zossen wird beispielsweise vom Heimatverein Kallinchen e. V. eine Wanderung von Kallinchen über den Panoramaweg nach Zossen zum Museum „Alter Krug“ und zurück angeboten. Zeitgleich findet auch das Sommerfest in Kallinchen statt. Die Bücherstadt-Tourismus GmbH bietet Bunkerführungen und Wanderungen durch die ehemalige Militärlandschaft Zossen/Wünsdorf an. Auch der Heimatverein Museum „Alter Krug“ beteiligt sich und wird stadthistorische Wanderungen anbieten und die Museen Alter Krug und das Schulmuseum öffnen.
Auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung stand erneut der Rad- und Wanderweg am Nottekanal. Der Ausschussvorsitzende Carsten Preuß erinnerte an den Ausgangsbeschluss aus dem Jahre 2005. Demnach waren Gesamtkosten in Höhe von 217.000 € kalkuliert. Die Finanzierung sollte mit Fördermitteln erfolgen und der kommunale Eigenanteil sollte durch MAE-Maßnahmen erbracht werden. Im Haushaltsplan 2010 sind jedoch Gesamtkosten in Höhe von 667.000 € aufgeführt und ein kommunaler Eigenanteil von 401.000 €. Der Ausschuss plädierte dafür, die Kosten durch die Herabsenkung des Ausbaustandarts zu reduzieren. Leider war von der Bauverwaltung trotz Einladung niemand anwesend, um im Ausschuss über die technischen Erfordernisse des Wanderweges zu informieren.
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Beschlussantrag der Fraktion B90-Grüne/FDP zur Gründung eines eigenständigen Betriebes für Tourismus. Die Ausschussmitglieder waren sich darin einig, dass der Tourismus in der Stadtverwaltung nicht optimal aufgehoben ist. Ein eigenständiger Betrieb könnte mehr Aktivitäten in Sachen Tourismusentwicklung entfalten. Geprüft werden muss zunächst, welche Aufgaben ein solcher Betrieb übernehmen soll. Ein Antrag der Fraktion Plan B zur Änderung des Panoramaweges in den Zossener Mühlenbergen wurde erneut abgelehnt. Vielmehr soll das Projekt – so wie beschlossen – schrittweise umgesetzt werden.
Hinsichtlich der derzeitig laufenden Ausschreibung zur Betreibung des Strandbades Wünsdorf vereinbarte der Ausschuss, auf Anregung von Herrn Rainer Zurawski eine gemeinsame Sitzung mit dem Ortsbeirat Wünsdorf kurz nach Abschluss der Bewerbungsfrist einzuberufen, um die eingegangenen Angebote zu begutachten. Die Stadt Zossen beabsichtigt ab der Saison 2010, das Strandbad am großen Wünsdorfer See, an einen privaten Betreiber für den Zeitraum von 5 Jahren, mit der Option auf weitere 5 Jahre, zu vergeben. Die Bewerbungen und das Betreiberkonzeptes sind bis zum 29. März 2010 bei der Stadtverwaltung Zossen einzureichen.
{Quelle: Pressemitteilung des Ausschusses vom 05. März 2010}

drum prüfe, wer sich ewig bindet…
Der oder ein Betreiber des/oder eines im städtischen Besitz befindlichen Strandbades sollte gut geprüft sein. Wer mit dieser Stadtverwaltung einen Vertrag eingeht, geht hohe finanzielle wie rechtliche Risiken ein, wie man in Sachen Kinderbetreuung erfahren durfte. Das Rechtsamt unter Raimund Kramer, kennt so ziemlich alle Taschenspielertricks, die ein williger und fleissiger Badbetreiber nie erahnen kann. Es wurde noch nie von oben nach unten verteilt… Wenn die Stadt selbst das Bad nicht lukrativ gewinnbringend betreiben kann, wie sollte das dann ein “Privater”? Oder sollen so die Verluste einfach nur privatisiert werden? Es ist nur schade, das die Vertragsbedingungen nicht bekannt sind. Denn wenn es keine Haken und ösen gibt, dass Bad ohne Verlust betrieben werden kann, stellt sich die Frage, warum die Stadt das Bad bei der hohen Arbeitslosigkeit und der damit wohl vorhandene Arbeitkräfte in Zossen und Wünsdorf, nicht selbst betreiben will?
Frank Heinrich
Schade, dass da jemand anscheinend keine Kenntnisse von der bisherigen Verfahrensweise hat.
Auch in den letzten (mindestens beiden) Jahren wurde das Bad von privaten Betreibern bewirtschaftet. Unter anderem auch deshalb, damit die Stadt sich ein Bild vom Betreiber und dieser sich ein Bild von dem Objekt selbst machen kann. Die Zukunft wird nun zeigen, ob es außer den beiden Betreibern – sofern diese sich überhaupt bewerben – noch weitere Interessenten geben wird.
In der heutigen Zeit halte ich es persönlich zudem für fragwürdig, von einer Kommune zu verlangen, Bad zu betreiben mit Mitteln, die sie nicht hat.
Denn eins darf man hier nicht vergessen: Es geht nicht – wie in vielen anderen Städten – um eine öffentliche Einrichtung, wie ein Freibad mit Wasser-Einkauf, Aufbereitung, Beckenpflege und -Instandhaltung, Chloranlage, etc. sondern in erster Linie um die Bereitstellung von Nahrungs- und Genussmitteln, sowie den gleichzeitigen “Betrieb” der sanitären Anlagen. Gebadet wird – unentgeltlich – im großen Wünsdorfer See. Zumindest äußerte sich der “Betrieb” vergangenes Jahr z.B. so, dass eine Imbiss-Bude aufgestellt wurde – obwohl eigentlich Räumlichkeiten vorhanden sind – dort dann ein Verkauf von Nahrungsmitteln und Getränken stattfand und nebenbei die Toilettenanlagen “bewirtschaftet” wurden. Leider ist mir nicht bekannt, ob für die Erhaltung von Sauberkeit und Ordnung auch der Betreiber - wie ich einfach mal voraussetze – verantwortlich war, oder auch der städtische Bauhof, wie jetzt im Winter.
Und: Dass man immer einen Vertrag, den man unterschreibt, vorher genau prüfen muss, sollte eigentlich jedem klar sein. Wenn nicht, sollte derjenige sich lieber einen gerichtlichen Betreuer zuweisen lassen, da das dann nur ins Auge gehen kann. Und damit meine ich nicht die Verträge mit der Stadt. Das geht viel einfacher und schneller..
Ob diese dann jedoch auch von Taschenspielertricks reden sollten?
Ich für meinen Teil hoffe jedenfalls, dass den Wünsdorfern endlich wieder etwas geboten wird in ihrem Strandbad. Und damit meine ich nicht nur genießbares Essen oder saubere Toiletten. Es wird schon seinen Grund haben, warum immer weniger Wünsdorfer in Wünsdorf baden gehen. Selbst bei sauberem Wasser.