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Informationen zur Kindertagespflege

Bürgerhaus Wünsdorf

Bürgerhaus Wünsdorf

Für den gestrigen Abend waren interessierte Bürger (und vor allem natürlich Eltern, Erzieher, Tagesmütter) ins Bürgerhaus geladen, um durch Kommunalpolitiker und vor allem durch den Landkreis Teltow-Fläming und eigentlich auch durch die Stadt Zossen (so hatten es sich die einladenden Fraktionen der SVV laut Einladung gedacht) über die Zukunft der Kinderbetreuung in der Stadt informiert zu werden, nachdem ja nun der Landkreis den Vertrag, der dies regelt, aufgekündigt hat. Nur wenige unbeteiligte Bürger waren der Einladung gefolgt.

Die Fraktionen SPD, Die Linke und VuB in der SVV von Zossen hatten zu der gestrigen Informationsveranstaltung eingeladen, um im Bürgerhaus von Wünsdorf in erster Linie die Eltern der betroffenen Kinder, aber auch Erzieher(innen) und Tagesmütter über den nun aktuellen Stand der Dinge und auch deren Entstehung zu informieren. Als Gäste waren zu dieser Veranstaltung Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) und der Landrat von Teltow-Fläming, Peer Giesecke (SPD), eingeladen worden. Während Schreiber bereits im Vorfeld die Einladung abgelehnt hatte, da sie am gleichen Abend eine gemeinsame Sitzung aller Ortsbeiräte der Stadt zu leiten hatte und außerdem am Folgetag (also heute) eine Sondersitzung der SVV zu diesem Thema stattfindet, nahm Giesecke persönlich an dem Informationsabend teil und hatte auch gleich zwei Mitarbeiterinnen, sowie den zuständigen Dezernenten der Kreisverwaltung mitgebracht, die dann auch – in der Hauptsache – zu der gegenwärtigen Lage sprachen und Fragen der Zuschauer beantworteten. Die Verwaltung der Stadt Zossen war (wie durch o.g. Absage bereits zu erwarten) nicht personell vertreten.

Die ca. 10-15 Bürger und noch einmal ca. 20-25 politisch orientierten Zuschauer (Mitglieder der einladenden Fraktionen oder deren Basisgruppen/ -verbände, etc.) wurden zu Beginn durch Carsten Preuß (Die Linke) und Maria von Schrötter (SPD) über den Werdegang bis zur Vertragskündigung informiert, wie er sich für sie aus Sicht als Stadtverordnete dargestellt hatte. Unterstützt wurde dies auch durch Ergänzungen aus dem Zuschauer-Bereich, wo weitere Stadtverordnete (z.B. Melinda Bock (Die Linke)) der Veranstaltung folgten. Sie leiteten dann zum Landrat über, der dann einen kurzen Einblick in seine Beweggründe gewährte, die aus seiner Sicht eine Kündigung des Betreuungsvertrages mit der Stadt Zossen unausweichlich werden ließen. Er machte, wie auch die Vorredner schon, vor allem deutlich, dass er die in der Presse (Interview der MAZ mit Michaela Schreiber) veröffentlichten Äußerungen zu den Folgen der Kündigung überhaupt nicht nachvollziehen kann, da diese sich auf Grund einer Trennung zwischen dem betroffenen Gesetz (zur Trägerschaft) und dem betroffenen Vertrag (zur Durchführung der Kinderbetreuung) offenkundig anders verhalten würde.

Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung stellten dann nach einer Überleitung dar, für welche Bereiche sie nun die Ansprechpartner seien und wie der gegenwärtige Ablauf sei. Auch sie unterstrichen zum Teil noch einmal die Aussagen ihres Chefs, dass die Kündigung des Vertrages überhaupt keinen Einfluß auf die Träger-Pflichten der Stadt habe. Im Rahmen der Informationen beantworteten sie – zusammen mit den anderen Podiums-Teilnehmern – dann auch die Fragen von Tagesmüttern, Eltern, Kita-Ausschuss-Mitgliedern und Bürgern.

Relativ schnell schienen hier die meisten Fragen geklärt zu sein, was einige anwesende Politiker dann auch dazu verführte, auf eine aktuell in Zossen anscheinend stattfindende Diskussion über Trägerschaften von KiTas abzudriften. Von da an war die Veranstaltung leider ein “politischer Stammtisch” der aktiven Politiker, da sich die Bürger eigentlich beinahe gar nicht mehr mit Fragen oder Anregungen einmischten. Dafür informierte Christoph Schulze, der hiesige Landtagsabgeordnete der SPD, die Zuhörer darüber, dass bereits seit Herbst 2009 eine Anfrage eines freien Trägers für den Betrieb einer KiTa in Zossen vorliegen würde und erläuterte im gleichen Rahmen auch, warum es aus seiner Sicht durchaus sinnvoll sein könnte, darüber intensiv nachzudenken. Auch Karola Andrae (FDP, SVV-Vorsitzende) erläuterte eine Variante, die ihrer Ansicht nach durchaus interessant sein könnte. Nach etwas längerer Diskussion – vor allem unter den anwesenden Politikern – gelang dann aber doch gegen ca. 20 Uhr den Abschluss der Veranstaltung mit dem Hinweis auf die heutige Sondersitzung der SVV und einer Bitte an die MAZ, die Bürger doch über die Lage und Folgen in der Abwicklung zu informieren. Der Landkreis selbst plant derzeit eine Art Informationsblatt, dass dann ausgereicht werden soll.

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