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Zankapfel Homepage

Screenshot www.zossen.de

Die Homepage der Stadt Zossen ist wieder einmal ein Zankapfel der Politik. Nachdem vor ziemlich genau einem Jahr eine neue Version der Website veröffentlicht wurde, stand auf der letzten Sitzung der Stadtverordneten ein erneuter Antrag zum Umgang mit dem Portal bzw. zu dessen Inhalten auf der Tagesordnung. Dieser Antrag fand keine Mehrheit. Dies führt zu weiteren Diskussionen zum Umgang mit der Website und zur Beteiligung der Öffentlichkeit.

Nachdem die Internetseite vor ziemlich genau einem Jahr – nach langer Bauphase - in ihrem heutigen Outfit präsentiert wurde, wurde bereits heftig diskutiert, was gut daran war und vor allen Dingen, was dort noch fehle. Besonders die Fraktion “Die Linke” legte vergangenes Jahr großen Wert darauf, auch Anträge von Fraktionen auf dem Portal zu finden, was nicht ermöglicht wurde. Dies führte vergangenes Jahr bereits zu Ärger, wie hier nachzulesen ist.

Selber Ort, selbes Thema, neues Jahr… Zur vergangenen Sitzung der Stadtverordneten lag erneut ein Antrag auf dem Tisch der Versammlung, der anscheinend den Fraktionen ermöglichen sollte, eigene Beschlussanträge im Internet auf der Website der Stadt Zossen wieder zu finden. Vor allen Dingen, um den Bürgern eine Beteiligung am öffentlichen Leben zu ermöglichen – wie die Fraktion “Die Linke” verlauten lässt – und auch, weil die Anträge der Verwaltung dort zu finden seien. Auch der erneute Antrag fand allerdings keine Mehrheit.

Der Unmut über die Entscheidung wiegt aber noch schwer, weshalb Carsten Preuß (Fraktionsvorsitzender “Die Linke” in der SVV Zossen) in einer Pressemitteilung erklärt..

[..]Somit werden auch weiterhin nicht alle wichtigen Informationen über kommunale Angelegenheiten auf der Internetseite zeitnah eingestellt werden.[..] {Zitat aus der Pressemitteilung}

Kritisiert wird vor allen Dingen auch, dass Niederschriften und Protokolle zu Sitzungen erst sehr spät – nach Beschlussfassung über deren Gültigkeit – veröffentlicht werden. Gefordert wird eine Vorab-Information unter Kennzeichnung der Unverbindlichkeit.

Die Inhalte der Website führten erst kürzlich auch hier im Zossen-Blog zu einer Diskussion darüber, ob die Stadt nicht besser der Gemeinde Rangsdorf nacheifern solle, die im Internet sogar den Haushaltsentwurf veröffentlicht. Dies gab mir auch für diesen Artikel hier den Anreiz, da hier nun tatsächlich darüber diskutiert werden kann.

Leider ist es mir nicht gelungen, den Beschlussantrag – der nun keine Zustimmung fand – im vollen Wortlaut zu beschaffen und selbst zur Kenntnis zu nehmen. Er ist weder auf der Website der Stadt (was ja bemängelt wird) noch auf der Website der Antragsstellenden Fraktion(en) zu finden.

Aktuell trifft die Begrüßung der Website-Besucher durch eine persönliche – sehr ausführliche – Erklärung der Bürgermeisterin zu aktuellen Anschuldigungen auch nicht auf aller Wohlwollen und wird sicherlich zu einer Vertiefung der Diskussionen über den Sinn und Zweck der Website führen. Wir werden sehen, ob die Politiker dabei auch über ihren eigenen Tellerrand schauen und auch mal Andere um ihre Meinung zum Thema bitten.

12 comments to Zankapfel Homepage

  • Ja, das alte Thema Website.

    Ich denke man sollte unterscheiden, welche Ursprung diese Website hat.
    Ist es eine Website einer Partei oder Gruppierungen, dann ist es möglich auch persönliche Meinungen und Stimmen darzustellen.
    Jedoch eine Website der Stadt hat die Aufgabe die Bürger und Besucher, sowie Wirtschaftsunternehmen und Interessierte zu informieren.
    Zum Beispiel die Website des Landkreises informiert vor allen Sitzungen und Ausschüssen über die Tagesordnung und die Anträge aller Beteiligten und 1 bis 2 Tage später stehen die Beschlüsse mit Ergebnis online. Somit ist eine maximale Transparenz gegeben. Als Beispiel hier ein Link:http://www.teltow-flaeming.de/session/buergerinfo/html/to0040.php?__ksinr=1120 von der letzten Kreistagssitzung.

    Genauso wünsche ich mir die Website unserer Stadt.

    Dieser Kommentar der Bürgermeisterin auf der Startseite ist Unakzeptabel.

    Wollen wir jetzt auch noch die Letzten verschrecken?

  • Ob die Website des Landkreises nun gerade als “positives Beispiel” gelten sollte… daran habe ich so meine Zweifel.
    Aber ich bin auch der Meinung, dass es dort wesentlich mehr Informationen gibt, als auf der städtischen Seite beispielsweise.
    Daran haben aber auch im politischen Bereich einige Leute ihren Anteil. Es gibt beispielsweise nachwievor Fraktionen, von denen nicht ein(e) einzige(r) Mandatsträger sich auf der Website vorstellt. Der Platz ist da. Er wird auch zum Teil bereits von anderen genutzt. Sehr schade.

    Aber wie ich bereits sagte, kann ich auch der Kreisseite nicht so viel Positives abringen, als dass ich sie als positives Beispiel hinstellen könnte. Da gibt es viel “bessere” Seiten. Dies ist hier allerdings meinem persönlichen Geschmack geschuldet und basiert auch einer Grundidee, die ich von einer Website einer Stadt habe. Und DAS sieht leider jeder anders. Gerade auch in Zossen

  • A.

    Ich wäre schon froh, wenn die Protokolle der Sitzungen (Ausschuss und SVV)zeitnah nach den Veranstaltungen veröffentlicht würden.
    Nur so kann man sich doch informieren, was gerade Thema ist in Zossen.

    Noch froher wäre ich (und würd mich wundern), wenn die Termine der Sitzungen sinnvoll frühzeitig verkündet werden.

    Die Verteidigung der BM finde ich auf der ersten Seite einer Stadthomepage ebenfalls völlig unangebracht. Zumal da wenige Bürger wohl wissen, was die Hintergründe sind.

    gruß a.

  • Ich sage nicht, dass die Landkreisseite perfekt ist.
    Jedoch an der Transparenz der Arbeit des Kreistages und der Ausschüsse kann die Stadt Zossen noch einiges lernen.

    Zum Thema Fraktionen stellen sich nicht vor:

    Mit Erschrecken musste ich gerade feststellen, dass die SPD und VUB keine Kontaktinfo´s auf der Webseite hat. Danke für die Information. Ich werde mich kümmern.

  • hallo mit einander,
    ich kann mich kaum halten vor lachen, aber es ist in der Tat traurig, mitansehen zu müssen wie die Bürger der Stadt Zossen von Frau Bürgermeisterin vorgeführt werden. Ist es wirklich schon vergessen, dass amtlich auch durch Kreistagsbeschlüsse festgestellt wurde, dass Michaela Schreiber die Wahlen mittels Publikation in städtischen Printerzeugnissen zu ihren Gunsten manipulliert hat und im Anschluss beschlossen wurde, die Wahlen nicht zu annulieren, weil die Wahlwiederholung ca. 200.000,– €uro gekostet hätte??? Gleiche Profilierungssucht geschieht gerade auf der amtlichen Internetpräsenz der Stadt Zossen.

    Selbstdarstellung der Bürgermeisterin.

    Warum erscheint diese Erklärung nicht auf Frau Bürgermeisterin eigener Seite unter www. Michaela-Schreiber.de ?

    Nicht das ich befürworten würde, was in diesem Zusammenhang (weil man darf in Zossen nur hinter vorgehaltener Hand über die Umtriebe der überaus bekannten BI sprechen)über Michaela Schreiber verbreitet wird, aber Michela Schreiber ist nun mal eine Person des öffentlichen Lebens. Sie bingt sich immer wieder selbst in die medien und sie muss sich dann damit abfinden, im Rampenlicht zu stehen und gegebenenfalls auch (al`a BILD Niveau) wie eine “Rampensau” (sorry aber nur so wird es warscheinlich verstanden)behandelt zu werden.

    Auch Michaela Schreiber tut ihr eigenes dazu bei in der Öffentlichkeit so wahrgenommen zu werden, wie dies eben jetzt geschieht.
    Warum wohl geht Michaela Schreiber gegen die “Anschuldigungen und Anwürfe” nicht auf rechtlichem Wege vor? Das wird schon Gründe haben (auch wenn die hier nicht bekannt sind).
    Die Nutzung der öffentlichen Ressourcen zu eigen motivierten Zwecken stellt eine Veruntreuung von Mittels des städttischen Haushaltes dar, der in der öffentlichkeit nur von denjenigen wahrgenommen wird, die den Einblick bzw. den Sachzusammenhang zwischen theoretischen Möglichkeiten und praktischem Nutzen in Bezug auf Mittelverwendungen haben.

    Würde ein kleiner Mitarbeiter der Stadtverwaltung Anfeindungen ausgesetzt, dürfte dieser Mitarbeiter mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit eben nicht die Startseite der Homepage der Stadt Zossen für eine Darstellung seiner Sichtweise nutzen dürfen. Die nennt man schlichten Machtmissbrauch, darüber entscheiden zu können, was auf Kosten der Stadt zu Gunsten einer einzelnen Person zu machen ist oder eben nicht. Michaela Schreiber nutzt immer wieder mal die Mittel der öffentlichen Stadtkasse, um ureigene persönliche Interessen zu verfolgen… oder sind auch hier die Ereignisse um die Selbstdarstellungen der Michaela Schreiber im Zusammenhang mit unerwünschter Berichterstattung durch den NDR vergessen?
    siehe hier
    Nichts anderes passiert gerade auf der Homepage der Stadt.

    Frank Heinrich
    Bürger der Stdt Zossen
    ohne eigene Homepage

    {edit: Hier betont die Redaktion, dass es sich bei diesem Kommentar in seiner Gesamtheit um die Meinung eines Lesers und nicht um die der Redaktion handelt. Erwähnte Sachverhalte sind teilweise Vermutungen/Sichtweisen des Verfassers und auch als solche zu behandeln}

  • Ich bitte darum, in der Argumentation nicht ganz unter die Gürtellinie rutschen zu lassen.
    Augenblicklich empfinde ich die Diskussion haarscharf an deren Rand.
    Das gehört hier nicht her. Vielen Dank!

    @ Topic: Auch ich habe mich sehr gewundert, die Stellungnahme im vollen Wortlaut auf der Einstiegsseite des städtischen Portals vorzufinden, muss ich gestehen. Ich hatte mich ebenso gewundert, dass darüber – gegen die “Zossener Verhältnisse” noch gar nicht groß agitiert wurde. Erst im Rahme dieser Diskussion hier höre/lese ich das erste Mal nennenswerte Kritik.
    Ich weiß nicht, ob Neubürger, Interessenten der Wirtschaft oder gar Touristen sich durch SO eine Ansprache bei einem Besuch der Stadt-Website willkommen fühlen würden. Ich persönlich eher.. Naja.. lassen wir das ;-)

  • A.

    Hallo Her Lindstedt,

    Zitat “Ich hatte mich ebenso gewundert, dass darüber – gegen die “Zossener Verhältnisse” noch gar nicht groß agitiert wurde.”

    Die nächste SVV/Ausschußsitzung/öffentliche Fragestunde war noch nicht ;o)

    Gemecker hört man recht häufig dazu.

  • Die nächste SVV/Ausschußsitzung/öffentliche Fragestunde war noch nicht

    Naja, es gibt Leute, die können an diesen Veranstaltungen nicht teilnehmen. Oder wollen es auch nicht mehr, um das Elend der “Zossener Verhältnisse” nicht so live miterleben zu müssen…

    Sonst wird ja auch vieles groß und breit diskutiert und kritisiert. Da fällt sowas halt schon mal auf, wenn es NICHT aufgegriffen wird… Eigentlich skurril…

    Aber ich glaube an sich auch, dass dies nur der berühmte “Tropfen” ist. Die Website als solches ist schon Diskussions-Stoff genug. Aber dazu mehr bei meinem nächsten Besuch im KTL (Ausschuss für Kultur, Tourismus und Landesgartenschau) oder so..

  • zur Anmerkung des Blog-Verwalters:

    Zitat:
    “{edit: Hier betont die Redaktion, dass es sich bei diesem Kommentar in seiner Gesamtheit um die Meinung eines Lesers und nicht um die der Redaktion handelt. Erwähnte Sachverhalte sind teilweise Vermutungen/Sichtweisen des Verfassers und auch als solche zu behandeln}”

    Es handelt sich leider nicht um “Vermutungen und Sichtweisen”, sondern um Tatsachen die belegt sind.
    [..] Frank Heinrich

    {edit: An dieser Stelle muss die weitere Ausführung gekappt – sozusagen zensiert – werden, um die rechtliche Verantwortung des Betreibers zu wahren. Da der Verfasser ausdrücklich erklärt, es wäre keine Meinungsäußerung, kann ich ohne stichhaltige Belege (die ich mir nicht erst suchen muss) keine Veröffentlichung von durchaus stark angreifenden “Tatsachenberichten” (Behauptungen) dulden. Dieses Portal ist nicht dazu gedacht, dritte durchgängig anzuprangern. Vielen Dank für Verständnis}

  • Konrad Tschorn

    Die gegenwärtige Startseite der Zossener Homepage ist ein Spiegelbild derer. Sie ist, gelinde gesagt, der Stadt Zossen unwürdig.
    Schon zu Beginn der persönlichen Erklärung jubelt uns die Bürgermeisterin als Datum ihrer Erklärung einen Mittwoch, 9.Februar 2010 unter. Einen 9.Februar 2010 gab es nicht und wird es auch nicht geben. Schlimmer noch ist der Inhalt der Erklärung. Hier spricht die Bürgermeisterin davon, dass sie zwei Gefährderansprachen erhalten habe. Ich will das nicht hoffen. Dann müsste sie sofort von ihrem Amt zurücktreten. Eine Gefährderansprache erhalten potientelle Straftäter von der Polizei. Wenn, dann hoffe ich, hat die Bürgermeisterin eine Gefährdetenansprache erhalten (oder die Stadt Zossen?). Frau Bürgermeisterin hat hier die Instrumentarien der Polizei gegenüber potientiellen Opfern und Tätern verwechselt. Einer gut ausgebildeten Volljuristin sollte soetwas nicht passieren.
    Was ist nun die Hompage der Stadt Zossen – ein amtliches Bekanntmachungsinstrument oder eine Informationsseite der Stadt? Lt. endlich beschlossener Hauptsatzung tragen, nach mir vorliegenden Informationen, ausschließlich das Amtsblatt und die amtlichen Aushänge der Stadt Zossen rechtsverbindlichen Charakter. Somit trägt die Hompage Informationscharakter. Dortige Informationen unterliegen selbstverständlich der Wahrheitspflicht und sind trotzdem nicht rechtsverbindlich. Das, so meine Auffassung, ermöglicht es Berichte, Informationen und Niederschriften von städtischen Ereignissen aber auch alle Beschlussvorlagen, auch die der Fraktionen, gegebenenfalls als elektronische Vorabinformation gekennzeichnet, sofort zu veröffentlichen (drei Werktage später ist sicherlich auch akzeptabel). Der Zusatz, dass die durch entsprechende Gremien bestätigte Fassung als amtl. Dokument später veröffentlicht wird, sollte alle rechtlichen Hürden ausräumen.
    Vorteile einer solchen Vorgehensweise wäre:
    Der Bürger ist zeitnah und umfassend informiert und kann sich seine Meinung bilden ohne bei den Sitzungen anwesend zu sein (wer kann das immer?). Auch der Beteiligte (Stadtverordnete, Hauptverwaltungsbeamte) kann nocheinmal nachlesen wer was und wie gesagt hat. Bei Unstimmigkeiten kann er sofort und nicht erst, wenn er Wochen später die Niederschrift erhält, eine Richtigstellung beantragen. Um auch alles durch die Protokollantin richtig wiedergeben zu können kann, entsprechend der geltender Kommunalverffassung, eine Tonbandaufnahme gemacht werden. Sie ist nach Bestätigung der Niederschrift zu löschen. Eine ordentliche und übersichtliche Archivierung würde das I-Tüpfelchen einer vorbildlichen Informationspolitik sein.
    Einfach das Richtige tun. Unter diesem Slogan ist die Bürgermeisterin zur Wahl 2003 angetreten. Das sie es damit ernst meint kann sie mit einer umfangreichen und wahrheitsgetreuen Informationspolitik, auch auf der Hompage der Stadt Zossen, beweisen.

    Konrad Tschorn

  • Die Zossner Homepage ist auch nicht gerade toll, für Vereine wie wir ist es schwer im Register zu erscheinen.

    Die Pflege der Page war auch noch nie so gewaltig

  • Konrad Tschorn

    Sorry, natürlich muss es in meiner vorherigen Meinungsäußerung heißen: Einen Mittwoch, 9.Februar 2010 gab es nicht und wird es auch nicht geben.
    Konrad Tschorn

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