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Arbeitsplätze trotz Wirtschaftskrise

Augenblicklich ist allerorten von Kurzarbeit und Entlassungen die Rede. Schon ewig wird überall das Lied gesungen “Es gibt keine Arbeitsplätze, aber so viele Arbeitslose”. Ich habe heute einfach einmal bei der Arbeitsagentur in die Liste aktueller Jobangebote geschaut. Allein für Zossen habe ich 48 freie Stellen NUR HIER gefunden.

Gerade erst vor wenigen Tagen entdeckte ich die Pressemitteilung eines mittelständischen Unternehmens in Mittenwalde – also in unmittelbarer Nachbarschaft – das händeringend Personal sucht. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise doch eher “ungewöhnlich” dachte ich da. Aber weit gefehlt, wie oben zu sehen ist. Wenn ich dann noch daran denke, dass die wenigsten Arbeitgeber heute noch über die Arbeitsagentur suchen, wie ich es aus eigener Erfahrung weiß, lässt sich in etwa abschätzen, dass Hopfen und Malz noch nicht verloren sein müssen. Sicherlich ist dies nicht pauschal so. Es gibt durchaus Branchen, die hart knabbern müssen und wo der Wiedereinstieg für die Arbeitnehmer nicht ganz so einfach ist. Aber ganz so trübe, wie die Politik und vor allem viele Medien die Situation momentan malen, sieht der Himmel über der Region noch nicht aus. Zumindest nicht im Hinblick auf Arbeitsplätze.

Übrigens weiß ich auch, dass sich die Politik – bzw. einige Politiker – im Land und in der Region gerne selbst auf die Schulter klopft, dass sie tolles geleistet habe und es darum so viele Arbeitsplätze und so wenig Arbeitslose gibt. Wenn ich allerdings die aktuellen Medien verfolge, dann habe ich daran so meine Zweifel. Heute beispielsweise berichtet die MAZ wieder einmal über das Gewerbegebiet in Rangsdorf, dessen Erweiterung immer wieder auf Messers Schneide steht. Die dort ansässigen Unternehmen rufen schon seit Monaten, nein eigentlich Jahren, nach der Möglichkeit, das Gewerbegebiet und damit eigene Gewerbeflächen zu erweitern, damit sie entsprechend expandieren können. Insbesondere im Hinblick auf den Schönefeld-Ausbau erwarten einige der Unternehmen große eigene Chancen. Bisher ist bei der örtlichen Politik allerdings nicht viel zu holen, wie auch dieser Artikel zeigt. Auch in Zossen tut man sich sehr schwer, was die Entscheidung über Bebauungspläne auf Grund von akutem Gewerbe-Bedarf angeht. Dies haben wir zuletzt beim Thema Kaufland erleben müssen, auch wenn böse Zungen behaupten, es gehe hier nicht um Neu-Gewerbe-Feindlichkeit, bzw. Anwohnerschutz sondern einfach um persönliche Missgunst. Es wird Zeit, dass die Politik an einigen Stellen ihre selbstherrlichen Scheuklappen verliert, sonst ist bald vorbei mit Schulterklopfen.

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